Die Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes wurde am (heutigen) Mittwoch in den Landtag eingebracht. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Silke Lesemann, sagt dazu: „Mit dieser Novelle stärken wir die niedersächsischen Hochschulen in einer Zeit großer Herausforderungen. Wir geben ihnen mehr Freiheit, Entscheidungen dort zu treffen, wo die Expertise liegt – in den Hochschulen selbst. Das schafft Tempo, baut Bürokratie ab und eröffnet neue Chancen für Forschung, Lehre und Innovation.“

Künftig sollen Hochschulen Studiengänge eigenständig einrichten, verändern oder einstellen können. Auch bei Berufungen und Bauvorhaben erhalten sie mehr Verantwortung. „Wer schneller auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen reagieren will, muss den Hochschulen auch die nötigen Spielräume geben. Genau das tut die Landesregierung mit diesem Gesetzentwurf.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf guten Perspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Wir schaffen neue Karrierewege neben der Professur und sorgen damit für mehr Verlässlichkeit und attraktivere Beschäftigungsbedingungen. Das stärkt unsere Hochschulen im Wettbewerb um die besten Köpfe“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete.

Lesemann begrüßt zudem die stärkere Förderung von Innovationen und Ausgründungen: „Viele gute Ideen entstehen an unseren Hochschulen. Wir erleichtern den Transfer in die Praxis und unterstützen Gründungen aus der Wissenschaft. Davon profitieren nicht nur die Hochschulen selbst, sondern auch unsere Wirtschaft und der Innovationsstandort Niedersachsen.“ Auch für Studierende bringt die Novelle konkrete Verbesserungen. So soll unter anderem ein Orientierungsstudium den Einstieg ins Studium erleichtern. „Wir wollen, dass junge Menschen ihren Weg an die Hochschule finden und erfolgreich studieren können. Deshalb schaffen wir mehr Flexibilität und bessere Unterstützung gerade zu Beginn des Studiums.“

Auch Vielfalt und Mitbestimmung werden gestärkt, indem ein diskriminierungsfreies Hochschulumfeld etabliert und die Beteiligung der Hochschulangehörigen gestärkt werden. Denn: Gute Hochschulpolitik gelingt nur gemeinsam mit den Menschen, die an den Hochschulen lernen, lehren, forschen und arbeiten.

Zusammenfassend betont Lesemann: „Die Novelle verbindet mehr Eigenverantwortung mit klaren Leitplanken für Chancengleichheit, Qualität und gesellschaftliche Verantwortung. Damit machen wir unsere Hochschulen fit für die Zukunft.“