Lesemann: 
2.764.383 Euro für die
 Schulen in Laatzen, Pattensen und Sehnde aus dem Digitalpakt

 

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (rechts) und die für Pattensen zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann auf der „SmartBench“ vor dem Rathaus.

 

Digitalisierung, Digitalpakt Schule, Schülerbeförderung und das Schloss Marienburg: Über diese und andere Themen ging es jetzt bei einem Gespräch zwischen der für Laatzen, Pattensen und Sehnde zuständigen SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann und Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann. Und Lesemann hatte gute Nachrichten im Gepäck: Die Stadt Pattensen erhält rund 668.000 Euro aus dem Digitalpakt Schule. Laatzen bekommt 1.913.000 Euro und Sehnde 1.083.383 Euro.

 

„Wir stehen in einem regelmäßigen Austausch über Themen, die eine kommunal- und landespolitische Schnittstelle haben“, sagte Lesemann zu Beginn des Gesprächs mit Schumann. Im Rahmen des Digitalpaktes Schule stehen ab sofort mehr als 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsstruktur an den niedersächsischen Schulen bereit. "Wir investieren viel Geld in die Zukunft unserer Schulen - davon profitiert auch Pattensen: Die Stadt erhält insgesamt rund 668.000 Euro aus dem Digitalpakt“, freute sich Lesemann. Aufgeschlüsselt bedeutet dies: Jede Schule in Niedersachsen ab 60 Schülern bekommt einen Sockelbetrag in Höhe von 30.000 Euro, Schulen mit weniger Schülern erhalten einen anteiligen Betrag. Hinzu kommt ein Kopfbetrag pro Schülerin und Schüler.

Die einzelnen Schulen in Pattensen profitieren wie folgt: Die Grundschule Hüpede mit 76 Schülern erhält 30.000 Euro Sockelbetrag plus 16.927 Kopfbetrag, also insgesamt 46.927 Euro. Die Grundschule Leinetalschule mit 37 Schülern kann sich über einen Sockelbetrag von 18.500 Euro und einen Kopfbetrag von 8.241 Euro freuen, insgesamt macht das 26.741 Euro. Die Grundschulen Pattensen (372 Schüler) und Schulenburg (67 Schüler) erhalten jeweils den vollen Sockelbetrag, hinzu kommen 82.855 Euro für die Grundschule Pattensen (insgesamt: 112.855 Euro) und 14.923 für die Grundschule Schulenburg (insgesamt: 44.923 

Euro). Für die KGS Ernst Reuter mit ihren 913 Schülern bedeutet das: 30.000 Euro Sockelbetrag, plus 406.700 Euro Kopfbetrag, was insgesamt 436.700 Euro ausmacht. In den meisten Schulen werde der Sockelbetrag laut Kultusministerium für eine Grundausstattung mit WLAN und Anzeigegeräten zu nutzen sein, in hoch entwickelten Schulen könnten diese Einrichtungen gegebenenfalls erweitert oder erneuert werden oder im Rahmen der Vorgaben durch die Bund-Länder-Vereinbarung auch digitale Endgeräte für die Schule angeschafft werden, berichtete Lesemann. Der Sockelbetrag ist vom Schulträger verpflichtend für die jeweilige Schule auszugeben. Die Finanzmittel des Kopfbetrags kann der Schulträger in eigener Verantwortung auf seine Schulen verteilen. Dadurch kann er Schwerpunkte setzen und seine Schulen auf den gleichen Stand bringen, wenn er in der Vergangenheit schon Leuchtturmschulen stärker gefördert hat. Auch schafft dieses Verfahren Spielräume, die gegebenenfalls aufgrund baulicher Gegebenheiten oder aber aufgrund von Aspekten der Schulentwicklungsplanung sinnvollerweise vor Ort von den Kommunen entschieden werden sollten. Pattensen arbeite bereits an einem Medienentwicklungsplan, betonte Schumann. 

Gesprochen haben Lesemann und Schumann auch über die Situation bei der Schülerbeförderung. Mit dem neuen Schuljahr müssen Schülerfahrten von Schulenburg oder Jeinsen ins Gymnasium nach Sarstedt von den Eltern künftig allein gezahlt werden. Vom Schuljahr 2019/20 an der wird der freiwillige Zuschuss der Region wegfallen, den Eltern erhalten, deren Kinder auf Schulen außerhalb der Region gehen. „Es führt dazu, dass die betroffenen Schüler unzumutbare Entfernungen zur Schule zurücklegen müssen, manche müssen zwei bis drei Mal umsteigen und sind bis zu eineinhalb Stunden unterwegs“, berichtete Schumann. Betroffen seien zum Beispiel Kinder aus Schulenburg und Jeinsen, die künftig das Erich Kästner Gymnasium im Laatzen besuchen müssten anstatt der viel näher gelegenen Oberschulen in Sarstedt und Hildesheim. In Pattensen seien laut der Bürgermeisterin eine Vielzahl an Schülerinnen und Schüler von den längeren Schulwegen betroffen, so Schumann. „Dieses Problem gibt es nicht nur in Pattensen, sondern in ganz Niedersachsen - wir suchen deshalb nach einer landesweiten Lösung“, betonte Lesemann. Die SPD-Landtagsfraktion setze sich für die Einführung eines Niedersachsen-Schülertickets ein. „Ich bin auch weiterhin im Gespräch mit der Region Hannover und lasse bei dem Thema nicht locker“, sagte Schumann.

Zufrieden zeigten sich Schumann und Lesemann über die Überführung des Schlosses Marienburg in eine gemeinnützige Stiftung. Bund und Land stellen in den nächsten Jahren jeweils rund 13,6 Millionen Euro für dessen Sanierung zur Verfügung. „Ich freue mich, dass die 60 Arbeitsplätze gesichert werden konnten und das Schloss für die Öffentlichkeit erhalten bleibt“, sagte Lesemann.

Förderung aus dem Digitalpakt für die Schulen in Sehnde:

Die Schulen in Sehnde erhalten insgesamt 1.083.383 Euro. Die einzelnen Schulen profitieren wie folgt: Alle Schulen erhalten den Sockelbetrag von 30.000 Euro. Die Astrid-Lindgren-Grundschule mit 175 Schülern erhält den Kopfbetrag von 38.977 Euro, also insgesamt 68.977 Euro. Die Grundschule Höver mit 91 Schülern erhält einen Kopfbetrag in Höhe von 20.268 Euro, insgesamt macht das 50.268 Euro. Die Grundschule Breite Straße mit 267 Schülern kann sich über einen Gesamtbetrag von 89.468 Euro freuen, da der Kopfbetrag bei 59.468 Euro liegt. Die Grundschule Wilhelm-Raabe-Schule mit 176 Schülern kommt mit einem Kopfbetrag von 39.200 Euro auf einen Gesamtbetrag von 69.200 Euro und die Grundschule Rethmar erhält aufgrund von 137 Schülern einen Kopfbetrag von 30.514 Schülern einen Gesamtbetrag von 60.514. Für die KGS Sehnde mit ihren 1.605 Schülern bedeutet das einen Kopfbetrag von 714.955 Euro plus Sockelbetrag von 30.000 Euro eine Gesamtsumme von 744.955 Euro. 

Förderung aus dem Digitalpakt für die Schulen in Laatzen:

.Die Schulen in Laatzen erhalten insgesamt 1.913.000 Euro. Die einzelnen Schulen profitieren wie folgt: Die Grundschule Grasdorf mit 131 Schülern erhält den Sockelbetrag von 30.000 Euro plus den Kopfbetrag von 29.177 Euro, also insgesamt 59.177 Euro. Die Grundschule Im Langen Feld mit 273 Schülern erhält ebenfalls den vollen Sockelbetrag von 30.000 Euro plus einen Kopfbetrag von 60.805 Euro und kommt auf eine Gesamtsumme von 90.805 Euro. Da die Grundschule Pestalozzistraße mit 333 Schülern einen Kopfbetrag von 74.168 Euro plus den Sockelbetrag erhält, kann sie sich über einen Gesamtbetrag von 104.168 Euro freuen. Die Grundschule in Ingeln-Oesselse mit 156 Schülern erhält einen Kopfbetrag von 34.745 Euro und kommt aufgrund des zusätzlich angerechneten Sockelbetrags auf insgesamt 64.745 Euro. Die Grundschule Rethen mit 302 Schülern erhält 97.264 Euro, da sich der Sockelbetrag von 30.000 Euro plus den Kopfbetrag von 67.264 Euro auf diese Summe erhöht. Die Grundschule Gleidingen mit 156 Schülern erhält einen Kopfbetrag von 34.745 Euro und kommt auf eine Gesamtsumme von 64.745 Euro, da auch sie den vollen Sockelbetrag erhält. Die Erich Kästner Oberschule Laatzen erhält aufgrund der Schülerzahl von 448 einen Kopfbetrag von 199.564 Euro und damit eine Gesamtsumme von 229.564 Euro. Die Grundschule Rathausstraße mit 165 Schülern erhält bei einem Kopfbetrag von 36.750 Euro und einem Sockelbetrag von 30.000 Euro und kommt somit auf eine Gesamtsumme von 66.750 Euro. Die 1.509 Schüler starke Albert-Einstein-Gesamtschule erhält einen Kopfbetrag von 672.192 Euro plus 30.000 Euro Sockelbetrag und kommt so insgesamt auf 702.192 Euro. Das Gymnasium Erich Kästner mit 853 Schülern erhält einen Kopfbetrag von 379.973 Euro plus den vollen Sockelbetrag und kommt somit auf 409.973 Euro. Die Schule am Kiefernweg mit 25 Schülern erhält einen Sockelbetrag von 12.500 Euro, der sich durch den Kopfbetrag von 11.136 Euro auf eine Gesamtsumme von 23.636 Euro erhöht.  

Pm Gespräch Ramona Schumann 1 15 08 2019

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (rechts) und die für Pattensen zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann auf der „SmartBench“ vor dem Rathaus.