„Wir investieren und der Standort ist sicher“: SPD-PolitikerInnen besuchten Klinikum Agnes Karll in Laatzen

 

Die SPD-PolitikerInnen sahen sich die Baustelle an.

 

SPD-Politiker aus Bund, Land und der Region haben gestern das Klinikum Agnes Karll Laatzen besucht und sich dabei klar zu dem Standort des Krankenhauses bekannt. „Wir haben ein klares Konzept und investieren in Laatzen“, betonte Regionspräsident Hauke Jagau (SPD), der das Krankenhaus gemeinsam mit der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD), dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch, dem SPD-Regionsabgeordneten Ernesto Nebot und Dr. Silke Lesemann besuchte.

 

Die Region Hannover ist Trägerin des Agnes-Karll-Krankenhauses, das zum Verbund Klinikum Region Hannover (KRH) gehört. Hinter dem KRH liegen schwierige finanzielle Zeiten, mittlerweile sei es aber auf einem guten Weg, erklärte Jagau. Verbuchte das KRH noch 20 Millionen Euro Defizit im Jahr 2013, habe es im vergangenen Jahr  bereits kostendeckend gearbeitet. „Außerdem konnten wir 150 neue Stellen überwiegend  im Pflegbereich schaffen - Stellen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkt am Patienten arbeiten“, betonte der Regionspräsident. Das KRH strebt ein standortübergreifendes medizinisches Konzept an, das eine Neuheit in Niedersachsen wäre. Dabei sollen die Häuser Lehrte, Großburgwedel und Laatzen so zusammenarbeiten, dass sie rechtlich als eine Klinik geführt werden können.

Zusätzlich zur Grund- und Regelversorgung samt Notfallmedizin soll jedes Haus eigene Schwerpunkte bilden. Die Region Hannover treibt die Schwerpunktsetzung aller Krankenhäuser des Klinikums Hannover (KRH) und es werde.fortlaufend investiert, betonte Jagau. In Laatzen werden in diesem Jahr drei Stationen saniert - zwei im Bereich Endoprothetik (Gelenkersatzchirurgie) und eine Geriatrie-Station (Altersmedizin). „Als Laatzener ist es mir natürlich wichtig, dass es ein eindeutiges Bekenntnis zu diesem Standort gibt“, betonte auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rund (SPD) erklärte, das Land wolle 1,3 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Landes in die niedersächsischen Krankenhäuser investieren, 660 Millionen sollen sofort fließen und seien bereits vom Krankenhausplanungsausschuss des Landes beschlossen wurden. Die Vorgängerregierung aus CDU und FDP habe ihrer Regierung einen massiven Investitionsstau in den niedersächsischen Kliniken hinterlassen. Während der nächsten Plenarsitzung in diesem Monat läuft die Frist ab: Gibt es keinen Widerspruch von CDU und FDP, die nach dem Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU-Fraktion ab sofort die Mehrheit im Landtag haben, ist diese Großinvestition in die Krankenhäuser beschlossene Sache. „Niemand, der halbwegs vernünftig ist, kann diese Investition gefährden“, sagte Rundt. „Es geht um 38 Kliniken, die wir auf den Weg bringen müssen.“ Lesemann ergänzte: „Die politische Vernunft muss siegen“. Die bereits angeschobenen Sanierungen seien aber auch bei einer möglichen Blockade im Landtag nicht gefährdet, sondern durch das Zukunftsprogramm der Region abgesichert, versicherte Jagau.

Sozialministerin Rundt freute sich über die Gelegenheit, das Laatzener Krankenhaus besuchen zu können. „Für eine Ministerin ist es immer gut, sich vor Ort ein Bild zu machen.“ Begrüßt wurden die Politiker mit einem Vortrag der Geschäftsleitung, anschließend wurden sie vom neuen ärztlichen Direktor Dr. med. Christian Unzicker durch das Haus geführt. Miersch äußerte seine Sorgen über die Arbeitsbelastungen der Pflegebeschäftigten. „Es braucht gute Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung“, betonte Miersch.

Die für Laatzen zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann, die den Besuch des Klinikums organisiert hatte, lobte das neue Geriatrie-Konzept, wozu beispielsweise ein neuer gemeinsamer Essensraum gehört. „Das fördert das Miteinander“, so Lesemann.  Besonders im Bereich Endoprothetik sei Laatzen überregional bekannt t, erklärte Jagau. Deshalb werde dieser Schwerpunkt weiter ausgebaut Die neue Strategie des KRH bringe allen Krankenhäusern des Verbunds Vorteile. Die Größe des KRH und die Neuerungen in der Telemedizin ermögliche es, dass insbesondere auch nachts Spezialisten für die Diagnose und die ärztliche Beratung zur Verfügung stehen, erklärte Jagau. 

Besuch Akk Laatzen 1 08 08 2017

Umbau im Bestand – Regionspräsident Hauke Jagau, Dr. Matthias Miersch, Regionsabgeordneter Ernesto Nebot, Dr. Silke Lesemann und Sozialministerin Cornelia Rundt sahen sich die Baustelle an.