Lesemann sprach mit Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann über die Digitalisierung an Schulen – „großes Thema“

 

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (links) und Dr. Silke Lesemann.

 

Welchen Herausforderungen stehen die Schulen bei der Digitalisierung gegenüber – und wie können Land und Kommune ihnen helfen? Über dieses Thema hat die für Pattensen zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann, heute (Dienstag) mit Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) gesprochen.

 

Die Landtagsabgeordnete und die Bürgermeisterin treffen sich in regelmäßigen Abständen im Pattenser Rathaus, um sich über aktuelle kommunal- und landespolitische Schnittmengen auszutauschen. „Die Schulen in Niedersachsen erhalten ab nächstem Jahr 14 Millionen Euro für die Digitalisierung“, berichtete Lesemann. „Die Digitalisierung ist ein großes und wichtiges Thema, das uns die nächsten Jahre begleiten wird. Jeder redet von Industrie und Arbeit 4.0, aber die gibt es nicht ohne Bildung 4.0“, betonte Lesemann.“ Das Geld können die Schulen zur Anschaffung von Geräten verwenden, zum Ausbau der Infrastruktur, für die Systemadministration und für Verwaltungsaufgaben in diesem Bereich.

Schumann begrüßte die Initiative des Landes. Sie beschäftige sich seit mehr als einem Jahr intensiv mit dem Thema und neben der Digitalisierung ihrer Verwaltung liege ihr die Digitalisierung der Schulen sehr am Herzen. „Wir sind Schulträger von fünf Schulen“, betonte Schumann. Das Thema sei jedoch sehr vielfältig. „Es geht nicht nur darum, jedem Schüler ein Tablet auszuhändigen, sondern es geht auch um den Umgang mit den Inhalten“, sagte Schumann. Die Schülerinnen und Schüler müssten Kompetenz beispielsweise im Umgang mit den Internetinhalten und den sozialen Medien erlernen und dazu brauche es beispielsweise gut ausgebildete Lehrer. Aber zuerst müsse man sich auf Grundlagen zur Infrastruktur einigen, dabei spiele die Frage eine Rolle, wie stark ein Netz sein müsse, damit es die Belastung durch zahlreiche Endgeräte an einer Schule bewältigen kann. Auch die Administration des Systems stelle insbesondere die Schulträger vor eine Herausforderung. „Es geht also nicht nur darum, das System zu starten, sondern es auch am Laufen zu halten“, betonte Schumann.

In einem Monat solle feststehen, wie viel Geld die Schulträger erhalten sollen, erklärte Lesemann. Für den Sommer rechnet die Abgeordnete mit der Auszahlung.